Fast alle, die in Olbia landen, stellen sich dieselbe Frage: Soll man ein paar Tage hierbleiben, oder gleich ins Auto und ab zur Costa Smeralda? Wer hier seit Jahren arbeitet, kennt die Antwort: Olbia Sehenswürdigkeiten gibt es mehr, als viele erwarten, und die Stadt verdient weit mehr als eine schnelle Durchfahrt. Die Altstadt hat echten Charakter, das Essen ist wirklich gut, und einige der schönsten Strände nahe Olbia sind weniger als fünfzehn Autominuten entfernt.
Wer in Olbia Altstadt oder den umliegenden Gebieten Quartier bezieht — oder eine Villa zwischen der Stadt und Pittulongu mietet — hat alles in der Nähe: Supermärkte, Restaurants, Apotheken und das Meer. Ohne täglich 40 Minuten zu fahren, nur weil die Sonnencreme leer ist. Dieser Guide zeigt, was es zu sehen gibt, wo man schwimmen geht und was man in Olbia am Abend tun kann.

Olbia ist mehr als ein Flughafen: Warum die Stadt die beste Basis ist
Die Stadt hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Uferpromenade wurde komplett neu gestaltet, die Altstadt ist gepflegter und viele neue Bars und Restaurants haben eröffnet. Der eigentliche Vorteil bleibt aber die Lage: 20 Minuten bis Porto Cervo, 15 bis Porto Istana, eine Stunde bis La Maddalena. Wer jeden Tag eine andere Bucht erkunden möchte, statt sich eine Woche lang an denselben Strand zu setzen, findet in Olbia die praktischste Ausgangsbasis Nordsardiniens.
Ein oft unterschätzter Pluspunkt: Olbia bietet alle Einrichtungen einer richtigen Stadt — Krankenhäuser, Supermärkte, Autovermieter — Dinge, die in den Dörfern der Costa Smeralda rar oder deutlich teurer sind. Wer in Pittulongu, Bados oder Murta Maria untergebracht ist, hat alles in fünf Minuten, ohne Costa-Smeralda-Preise zu zahlen.
Olbia Sehenswürdigkeiten: was man in der Altstadt sehen sollte
Es ist keine Stadt, die man tagelang erkundet — aber ein halber Tag lohnt sich auf jeden Fall, am besten nachmittags, wenn die Hitze nachlässt.
Der Corso Umberto I
Die Hauptachse des Zentrums — eine Fußgängerzone, die vom Hauptplatz bis zum alten Hafen führt. Geschäfte, Cafés, einige lokale Boutiquen. Im Sommer rücken die Tische der Bars auf die Gehwege, und abends belebt sich die Straße angenehm. Das ist der richtige Ort für einen Aperitivo, einen Abendspaziergang oder um das Leben in einer echten sardischen Stadt zu beobachten.
Basilika San Simplicio
Die wichtigste Kirche Olbias und eines der schönsten romanischen Bauwerke Nordsardiniens. Erbaut aus lokalem grauem Granit zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert — ihre architektonische Schlichtheit macht sie interessanter als viele der überladen verzierten Barockkirchen. Zwei Gehminuten vom Zentrum, einen kurzen Halt wert auch für jene, die sonst an Kirchen vorbeigehen. Im Mai wird hier die Sagra di San Simplicio gefeiert, eines der tiefverwurzelten Volksfeste der Gallura.
Archäologisches Museum Olbia
Am Brin-Pier, in einem modernen Gebäude über dem Wasser in Schiffsform. Eintritt frei. Drinnen: römische und mittelalterliche Schiffswracks, aus dem Hafenboden gehoben, mit Ankern, Amphoren und gut erhaltenen Fundstücken. Kein trockenes Museum — die Geschichte, wie diese Schiffe hier sanken und zweitausend Jahre später entdeckt wurden, ist anschaulich erzählt.
Die Punischen Stadtmauern
Ein Spaziergang durch die Via Torino, mitten in der Olbia Altstadt, führt an Resten der punischen Stadtmauer vorbei — den Überresten der Siedlung, welche die Griechen hier im 3. Jahrhundert vor Christus gründeten, als die Stadt schon Olbìa hieß. Nur wenige Abschnitte sind erhalten, aber sie sind gut sichtbar und vermitteln, wie alt diese Stadt tatsächlich ist.
Piazza Regina Margherita und der alte Hafen
Der Hauptplatz ist das Zentrum des täglichen Lebens in Olbia. Bars, Eisdiele, Restaurants mit Außentischen. Vom alten Hafen aus sieht man die Fähren in den Golf ein- und ausfahren, und an klaren Abenden zeichnet sich der Bergrücken des Montalbo am Horizont ab.
Strände nahe Olbia: wohin man fahren sollte

Hier wird es wirklich interessant. Die Strände nahe Olbia zählen zu den schönsten Nordsardiniens, und das Beste: Man muss keine Stunden fahren, um sie zu erreichen.
1. Pittulongu Strand (La Playa)
Der Strand der Olbiesi — dort gehen die Einheimischen nach der Arbeit und am Wochenende schwimmen. Der Pittulongu Strand erstreckt sich über mehrere hundert Meter mit hellem Sand und flachem Wasser. Es gibt mehrere Strandbäder, Liegenverleih und ein paar gute Fischrestaurants direkt am Wasser. Gut ausgestattet, leicht erreichbar — im Sommer gibt es sogar Busverbindungen vom Stadtzentrum — ideal für Familien.
2. Bados
Etwas nördlich von Pittulongu, noch auf dem Gemeindegebiet von Olbia. Weniger belebt, geschützter, mit sehr klarem Wasser und der typischen Mittelmeer-Macchia ringsherum. Sandiger Meeresgrund, ideal zum ruhigen Schwimmen. Bados ist die richtige Wahl für alle, die Ruhe suchen, ohne zu weit von der Stadt zu sein.
3. Porto Istana
15 Autominuten südlich von Olbia, jenseits der Gemeindegrenze zu Loiri Porto San Paolo. Porto Istana ist wahrscheinlich der meistfotografierte Strand der Region: Das Wasser wechselt von Türkis zu Smaragdgrün je nach Tiefe, und im Hintergrund ragt die Insel Tavolara 565 Meter hoch aus dem Meer — eine weiße Kalksteinwand, die man nicht so schnell vergisst. Der Meeresgrund fällt sanft ab, perfekt zum Schnorcheln und für Kinder. Im Sommer gut besucht, aber immer einen Ausflug wert.
4. Cala Brandinchi — einer der schönsten Strände rund um Olbia
Technisch gesehen liegt sie im Gemeindegebiet von San Teodoro, ist aber vom Süden Olbias — Murta Maria oder Porto San Paolo — schnell erreichbar. Wer die schönsten Strände Olbias und der Umgebung sucht, kommt an Cala Brandinchi nicht vorbei: Sie ist zweifellos die spektakulärste Bucht der Region. Die Einheimischen nennen sie „Klein-Tahiti“: sehr weißer Sand, Wasser in Karibik-Blau. In der Hochsaison wird es voll — am besten früh morgens oder am späten Nachmittag kommen.
Was tun in Olbia am Abend
Die häufigste Frage: Was tun in Olbia am Abend? Die Antwort hängt davon ab, wonach man sucht. Wer Clubs und schicke Bars möchte, ist auf der Costa Smeralda zwanzig Minuten entfernt besser aufgehoben. Wer einen entspannten und trotzdem schönen Abend sucht, findet in Olbia alles.
Der klassische Aperitivo ist ein Glas Vermentino di Gallura DOCG — produziert in den Hügeln rund um die Stadt — dazu eine Platte mit sardischem Käse (junger Pecorino, Halbgereifter, gereifter Sardo) und lokalen Wurstwaren. Die Bars rund um die Piazza Regina Margherita und entlang des Corso sind alle verlässlich für dieses Abendritual.
Zum Abendessen bietet Olbia eine breite Auswahl: Fischrestaurants mit täglich wechselnder Karte je nach Fang — Krabben, Hummer, Tintenfisch, Brasse; gute Pizzerien; und einige Trattorien mit traditionellen gallurese Gerichten wie suppa cuata (ein im Ofen überbackener Brot-Käse-Auflauf) oder Spanferkel vom Spieß. Die Preise sind deutlich moderater als auf der Costa, bei gleicher Qualität der Zutaten.
Empfohlene Route: Olbia in 1 oder 2 Tagen
Wer nur einen Tag hat, sollte den Vormittag der Altstadt widmen: Corso Umberto I, Basilika San Simplicio, Archäologisches Museum und ein Spaziergang Richtung alter Hafen. Nach dem Mittagessen bietet sich ein leicht erreichbarer Strand wie Pittulongu oder Bados an, damit nicht zu viel Zeit für die Fahrt verloren geht. Am Abend bleibt man am besten im Zentrum für Aperitivo und Abendessen: So bekommt man den Rhythmus der Stadt mit, ohne zu hetzen.
Mit zwei Tagen wird Olbia zu einer echten Basis. Der erste Tag passt gut für Altstadt und Pittulongu; am zweiten geht es Richtung Süden, nach Porto Istana und, wenn bei Bedarf rechtzeitig gebucht, nach Cala Brandinchi. In der Hochsaison sollte man vor der Abfahrt immer Parkmöglichkeiten und mögliche Zugangsbeschränkungen prüfen, besonders bei den gefragtesten Stränden.
Strände nahe Olbia: schnelle Auswahl
Pittulongu ist die einfachste Wahl, wenn man vom Zentrum Olbias startet: gut für Familien, Mittagessen am Meer und einen Tag ohne große Planung. Bados passt für alle, die einen ruhigeren Strand suchen, aber nah an der Stadt bleiben möchten. Porto Istana ist ideal, wenn man einen besonders fotogenen Strand mit Tavolara im Hintergrund und flachem Wasser möchte. Cala Brandinchi erfordert mehr Planung: Im Sommer kann der Zugang eine Reservierung über die offizielle Website der Strände von San Teodoro erfordern.
Praktische Hinweise
Olbia ist gut erreichbar per Flugzeug — mit Direktverbindungen aus fast allen italienischen Städten und vielen europäischen Städten — oder per Fähre von Genua, Civitavecchia, Livorno und Piombino. Hafen und Flughafen liegen beide wenige Kilometer vom Zentrum entfernt.
Für die Fortbewegung vor Ort bleibt ein Auto die bequemste Lösung, besonders wenn man jeden Tag einen anderen Strand besuchen möchte. Lokale Busse bedienen einige Küstenorte, doch Fahrpläne und Taktung ändern sich je nach Saison: Wer einen Strandtag ohne Auto plant, sollte vorher immer die aktuellen ASPO-Zeiten prüfen. Mietwagen am besten vorab online buchen, besonders für Juli und August.
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